Ethik-Test in der Bekleidungsindustrie
Ziemlich mulmig wird einem, wenn man die untenstehende Tabelle, einen Ethik-Test in der Bekleidungsindustrie aus dem Jahr 2007, so begutachtet.
Nachzulesen auf Clean Clothes, wo es noch Einiges mehr zum Thema Arbeitsbedingungen und Fairness innerhalb der Textilindustrie zu erfahren gibt. Nach dem Motto „Mein Style – Meine Verantwortung” überlegt man es sich als KonsumentIn nun hoffentlich dreifach, ob man die Letzplatzierten noch einmal mit einem Besuch beehrt! Beziehungsweise wäre ich gespannt, ob sich diese Zahlen im Jahre 2009 bei den jeweiligen Firmen nach unten oder oben korrigiert haben.
Auszug aus Clean Clothes: Hierbei wurden die Unternehmen auf ihre sozialen und ökologischen Standards hin überprüft. Dabei wird nur die Politik eines Unternehmens überprüft und nicht die realen Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben. Trotzdem geben sie einen Hinweis darauf, wer die “am wenigsten schlechten” sind.
Die vorgestellten Ethiktests wurden vom Verein für Konsumentenschutz und vom Maquila Solidarity Network erstellt. Durchgeführt wurde der Test im Rahmen einer Kooperation europäischer Verbraucherorganisationen. Dabei wurden 10 Bekleidungs- und Einzelhandelsunternehmen untersucht. Die Bewertung erfolgte in einem Schema von 5 Stufen, wobei A bedeutet, dass der überwiegende Teil der Kriterien erfüllt wurden und E, dass keine bwz. nur wenige Kriterien erfüllt wurden.
Danke an Alma fürs Zusenden!





4 Kommentare
luna, am 20.03.09 um 0:38:
also ich find sowas ja immer relativ fragwürdig.und vor allem was heißt “nur die politik eines unternehmens”?..wenn man auf die herstellungsorte auf den etiketten von den kleidungsstücken im h&m schaut, sind das meistens länder wie bagnladesh, türkei, indien..etc.. und da kann man 100% davon ausgehen, dass das alles billighersteller sind. und da frag ich mich, wenn die konditionen der arbeiter im herstellerland nicht von der “politik des betriebes” berücksichtigt werden, was gehört dann zur politik?? das regt mich jetzt wieder so auf.
Nina, am 20.03.09 um 10:40:
Huch, das hätte ich ja nicht von Benetton gedacht! (Was auch immer “Politik” hier aussagt)
cooloutfit, am 20.03.09 um 10:47:
zugegebenermaßen – die beschreibung von cleanclothes ist wirklich sehr schwammig formuliert.
aber da ich ja selber leider keine möglichkeit der kontrolle habe, hoffe ich unabhängigen organisationen, die diese tests durchführen, vertrauen zu können. dieser test hier hat sich nur auf die hiesigen arbeitsbedingungen gestützt. wenn die hier schon so miserabel sind, kann man sich vorstellen, dass es in den zulieferbetrieben kaum besser sein wird. insofern auch aufschlussreich.
zu den arbeitsbedingungen in den herstellerländern kann ich das schwarzbuch der markenfirmen empfehlen – da wird einem jedoch schlecht beim lesen…
alma, am 25.03.09 um 22:26:
natürlich ist das noch nicht der weisheit letzter schluss, aber irgendwo bzw. irgendwie muss man ja mal beginnen. und derartige bewertungen und aktionen schaffen zumindest mal bewusstsein bei den konsumentInnen und es hat sich durchaus schon etwas getan – wenn auch noch lange nicht genug.