1 Kleid – 365 Variationen
Seit dem 1. Mai 09 trägt Sheena Matheiken jeden Tag dasselbe Kleid und das wird Sie auch noch machen, bis ein Jahr herum ist. Obwohl genauer betrachtet ist es nicht dasselbe sondern das gleiche Kleid. 7 idente Stück gibt es nämlich davon und diese werden an 365 Tagen hintereinander getragen, aber der Gesamteindruck ist stets ein völlig unterschiedlicher. Denn an jedem einzelnen Tag wird das Kleidungsstück quasi neu entdeckt und mit anderen Accessoires und Beiwerk neu interpretiert. Einzusehen auf The Uniform Project.
Das Ganze stellt eine Übung im Sinne der Nachhaltigkeit dar und zeigt einerseits auf, dass wir nicht jede Woche eine neue Grundausstattung im Kleiderkasten brauchen um gut angezogen zu sein (gnagnagna…) und andererseits was man alles mit ein bisschen Einfallsreichtum aus einer schlichten Garderobe herausholen kann.
Sehr deutlich sieht man dies gleichsam im alltäglichen Leben diverser Schulkinder, die zur Uniform gezwungen werden, aber dennoch diese Kleidungsvorschriften soweit wie möglich verbiegen um ihre Individualität präsentieren zu können.





6 Kommentare
jenna, am 14.06.09 um 21:29:
Im Prinzip schön und gut, tolle Idee, aber ich hab mich da mal durchgeklickt und kann nur sagen: “nachhaltig” ist das für mich nicht. da wiederholt sich ja nie auch nur das kleinste accessoire. soviel muss man sich erstmal zusammenkaufen. wenn ich so viel kram hätte (was ich nicht habe, da ich immer, wenn ich etwas kaufe, auch etwas verkaufe), würd ich mir mein lieblingskleid auch noch 6x kaufen und es jeden tag tragen
Fanfarella, am 14.06.09 um 21:51:
soviel accessoires und zusätzliche kleidungsstücke, die sie zu ihrem basic-kleid trägt, würde das garantiert meinen kleiderschrank sprengen. lustige idee, aber am eigentlichen thema total vorbei
luna, am 14.06.09 um 22:41:
ja..ich schließe mich den beiden vorkommentatorinnen an
cooloutfit, am 14.06.09 um 22:58:
@ alle: jetzt seid mal nicht so streng!
das ganze ist ja nur exemplarisch und nicht 1:1 auf die realität umzulegen.
btw: die accessoires wiederholen sich sehr wohl – eine kette hab ich beispielsweise in den 1 1/2 monaten 3 mal gesehen
goldstücke, am 16.06.09 um 16:15:
ja, nun seid mal nicht so…ich finde die Idee toll!hab mich gleich mal durchgeklickt, da sind wirklich ein paar schöne Kombinationen dabei – besonders mag ich das Outfit, das sie oben auf dem ersten Bild trägt…
blueberry sister, am 27.01.10 um 14:02:
Es geht ja dabei nicht zwingend um Ökonomie. Wäre der Mensch mit Rationalität allein ausgestattet, würde die Fashion Industry nicht jährlich Millionen Tonnen an Neuware produzieren. Sie will versuchen, trotz dieses psychologisch verankertem Drang nach Neuem, das Konzept Sustainability anzuwenden, d.h. sie trägt das Kleid kombiniert mit Sachen, die nicht neu produziert werden. Sie zeigt wie variabel und kreativ man mit seinen Outfits sein kann, ohne dass es dabei immer etwas Brandneues “store-bought” sein muss und das durch Tauschbörsen und Flohmärkte der alte Krempel des Einen das Fashion Objekt des Moments des Anderen sein kann.