Alle Beiträge zu „Kunst”

Pancakes, Waffeln und Co: Die unfassbar schmackhaften Taschen von Chloe Wise

Da bekommt man doch richtig Appetit! Auf Kohlehydrate? Auf Mode? Oder doch auf Konsumkritik? Bei Chloe Wise wird all das in einem überaus deliziösen Kunstprojekt vereint!

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In der Montrealer Division Gallery sind ihre unglaublich echt erscheinenden Taschen in Form von siruptriefenden Pancakes, knusprigem Schinken-Käse-Toast, zuckrigen Waffeln und vielem mehr noch bis 2. Mai 2015 ausgestellt. Um den sündigen Genuss unserer Konsumgesellschaft aber noch verstärkt darzustellen, versieht die in Kanada geborene und in New York lebende Künstlerin die leckeren Accessoires aber noch mit den Logos altbekannter Luxuslabels, wie Chanel, Prada oder Louis Vuitton.

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Exzessives bis frivoles Konsumverhalten werden so durch Mode und Mahlzeiten symbolisiert und ich kann dennoch nicht umhin, mir diesen Germzopf-Rucksack von ganzem Rücken – oder eben doch Herzen – zu wünschen…

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 via: Designboom

Es werde Licht!

Ich bin ein bisschen verliebt. Verliebt in sonniges, freundliches Gelb, das sich wie ein Lichtstrahl über den Eingang des veganen Restaurants Rayen in Madrid ergießt und das unglaublich einladend wirkt:

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Kreiert wurde die Farbinstallation von (fos) einem multidisziplinären Team aus Madrid und Barcelona, dessen Name auch als Synonym für ihr erstes Werk fungiert: Im Griechischen bedeutet fos „Licht“ und auf Katalanisch „geschmolzen“.

via: iGNANT

Bird City

Wie würde wohl Überbevölkerung bei unseren gefiederten Freunden aussehen? Gäbe es dann Vogelhäuschen-Megacities? Ideen dieser Art spann wohl das Künstlerduo Bruce Gilchrist und Jo Joelson, auch bekannt unter dem Pseudonym London Fieldworks, und schuf massive Vogelhaussiedlungen, die sich in Londoner Parks um Bäume und Äste schmiegen. „Spontaneous City“ beinhaltet eine Reihe von Projekten, die die Wechselwirkung von Tieren und Menschen im gleichen Lebensraum, aber unterschiedlichen Behausungen widerspiegelt und eine Allegorie auf die menschliche Bevölkerungsexplosion darstellt. Das hölzerne Kunstwerk wurde mittlwerweile von unzähligen Vögeln sowie Insekten aller Art okkupiert und laufend nach deren Bedürfnissen umgebaut.

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via: iGNANT

Wie beeinflusst Mode ihre Trägerin? Eine Performance von Lucia Glass

Bleistiftrock oder weitgeschnittene Hose, High Heels oder Sportschuhe, spektakulärer Hut oder schlichte Wollmütze – was auch immer wir für unser Outfit erwählen, bestimmt unsere Bewegung und unsere Erscheinung. Oder ist es doch umgekehrt? Wie beeinflusst Mode ihre Trägerin? Welchen Einfluss haben wiederum unterschiedliche Bewegungen auf die Choreographie des Kleides? Welche körperliche Empfindung nimmt man beim Tragen von unterschiedlichen Stoffen und bestimmten Schnitten wahr?

Mit all diesen Fragen beschäftigt sich die Hamburger Choreographin Lucia Glass in ihrem dritten Stück „Sensation“, einer Arbeit über das Zusammenspiel von Körper und Mode, worin sie spielerisch das performative Potenzial von Kleidungsstücken untersucht. Unterstützt im kreativen Prozess wurde sie einerseits von professionellen Laufstegmodels und andererseits von internationalen Designerinnen und Designern wie Vladimir Karaleev, dem Hamburger Modelabel Musswessels, Maha Shakar, Maja Daphne Holzborn, Martha Binkowski und Paula Immich.

Erleben kann man die Performance vom 18. – 21. April 2012 im Hamburger Kampnagel und am 29. Juni 2012 im Tanzquartier Wien im Rahmen des Summer Of Fashion. Weitere Tourdaten in Europa folgen.

Bilder: Vladimir Karaleev, Paula Immich, Martha Binkowski

MODELS FÜR CHOREOGRAPHISCHES MODEPROJEKT GESUCHT

Flexible Models auf Jobsuche? Die Hamburger Künstlerin und Choreographin Lucia Glass sucht für ihre aktuelle Produktion fünf professionelle, weibliche Models mit Laufstegerfahrung.

Im Rahmen des kreierten Stückes, wird das Zusammenspiel von Körper und Mode untersucht sowie spielerisch das performative Potenzial von Kleidungsstücken dargestellt. Inhalt der Arbeit ist die körperliche Empfindung, die beim Tragen von unterschiedlichen Stoffen und bestimmten Schnitten entsteht. Die Performance beschäftigt sich damit, wie ein Outfit die Trägerin in ihrer Bewegung beeinflusst. Zudem wird untersucht, inwieweit die Bewegung ihrerseits Einfluss auf die Choreographie des Kleides nehmen kann.
Darüber hinaus zeigen diverse internationale ModedesignerInnen hierin Teile ihrer Kollektionen.

Casting
28. Januar 2012, Kampnagel – Internationales Zentrum für schönere Künste, Hamburg

Erarbeitungszeitraum
Februar – April 2012

Tour
18. – 21. April 2012, Premiere: Kampnagel Hamburg
27. – 30. Juni 2012 Tanzquartier Wien / Summer Of Fashion TBA

Kontakt: Casting-Terminvergabe via anika@luciaglass.com

Foto: Jan Reiser mit Mode von Martha Binkowski

Kunst ist käuflich – im Wiener Kunstsupermarkt noch bis 21.1.2012

Kunst. Die hängt für die meisten Menschen nur in Museen. Und für den Hausgebrauch wird es im besten Fall ein Re-Print aus dem schwedischem Möbelhaus. Meinereiner jedoch steht oftmals in Ausstellungen vor Gemälden und stellt sich vor, wie sich das angeschmachtete Kunstwerk wohl in den eigenen vier Wänden machen würde. Dass sich diese Fantasie allerdings jenseits meiner finanziellen Möglichkeiten befinden, versteht sich bedauerlicherweise ebenso von selbst. Und auf all diesen Ebenen hakt der Kunstsupermarkt ein.

Nicht nur die Einrichtung, vor allem die Preise erinnen hier an reguläre Supermärkte: Zeichnungen, Aquarelle, Acryl- und Ölgemälde bis hin zu Kleinplastiken gibt es hier allesamt im Angebot von 50 bis höchstens 299 Euro. Denn Kunst erschwinglich sowie den Erwerb von Originalkunstwerken populärer zu machen ist das propagierte Motto. Und so präsentiert der Kunstsupermarkt bereits seit 1998 jedes Jahr von November bis Januar Werke junger und renommierter Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland an zunehmend mehr Standorten in Österreich (Wien, Mariahilfer Straße 103), Deutschland und der Schweiz sowie mittlerweile auch via Online-Shop und ladet zum Kunst-Stöbern ein.

Niedliche Tierchen aus Louis Vuitton-Taschen – oder war das nicht umgekehrt?

Liebe MarkenfetischistInnen! Vielleicht solltet Ihr nun Eure Augen verschließen vor der folgenden, grausamen Vorstellung: Louis Vuitton-Leder-Accessoires, zerschnitten und bisweilen in Einzelteile zerlegt. Die britische Künstlerin Billie Achilleos bekam allerdings sogar den offiziellen Auftrag der Nobelmarke, deren Taschen, Geldbörsen, Gürtel und Co zu schlachten, um daraus etwas Neues zu schaffen und diese in einen Bieber, ein Gürteltier, ein Chamäleon und 26 weitere süße Tierchen zu transformieren.

Das Ergebnis finde ich persönlich allerdings weniger niedlich: Mag sein, dass ich einfach kein Fan der logo-überfrachteten Marke bin, aber irgendwie finde ich es befremdlich, Lederwaren, deren „Ursprungsmaterial“ ja ebenso niedliche Vierbeiner waren, quasi wieder in ihre Ursprungsform zurückzuverwandeln…

Bilder der fertigen Louis Vuitton-Tiere findet Ihr auf ecotuerre.

Der fliegende Frühstückstisch

Das Wasser läuft mir schon im Mund zusammen beim Anblick des liebevoll gedeckten Tisches, reich bestückt mit frühstücklichen Freuden: Pancakes, triefend mit Ahornsirup, Croissants, knuspriger Speck, Eier, frische Beeren, duftender Kaffee, Muffins, Fruchtsäfte und noch vieles mehr. Doch auf einmal heben all diese Köstlichkeiten ab und scheinen durch den Raum zu schweben und bildlich zu eben jenem Video der Bruton Stroube Studios, müsst Ihr Euch mich vorstellen, wie ich gleichsam bei dessen Anblick, in Zeitlupe entsetzt die Arme gen Himmel richte, auf den Bildschirm zusegle und dabei laut und slow-motion-technisch-verzerrt „Neeeeeeeeiiiiin“ schreie. So beeindruckend Breakfast Interrupted definitiv ist, ich hätte mich doch sehr gerne an die Tafel gesetzt und die Leckereien einfach nur – gegessen.

BSS | Breakfast Interrupted from Bruton Stroube Studios on Vimeo. Via: iGNANT

Count me in

Medieninstallation von Ken Lum im U-Bahn-Zugang zwischen Secession und Opernpassage.
Infos: resign

Schnitzeljagd im Museum: Banksy vs Bristol

Es gab da ja noch einen viel gewichtigeren Grund für meine Reise über den Kanal: Nämlich Banksy vs. Bristol. Der anonyme und dennoch Popstar-Status genießende Graffiti-Künstler kaperte in seiner Heimatstadt Bristol das Stadtmuseum und veränderte/übermalte/verbesserte/ergänzte in dessen Kunst-, Archäologie-, Erd- und Naturkunde- ach eigentlich in jeder einzelnen Abteilung etwas und schickte somit sämtliche Besuchende auf Entdeckungsreise nach seinen ironischen, kreativen sowie politisch motivierten Blödeleien – definitiv einer der witzigsten Ausstellungen, die ich je besucht habe:

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Und hier noch ein paar bewegte Bilder zum Thema:

Die Ausstellung läuft noch bis 31. 8. 09 (täglich 10:00 – 17:00 Uhr), der Eintritt ist, wie in den meisten britischen Museen, frei. Jedoch würde ich dringend empfehlen, sich bereits vor 9 in der Früh anzustellen, denn der Andrang ist gigantisch. Um 14 Uhr am Nachmittag durften wir nicht einmal mehr in die Warteschlange und haben ergo etwas unfreiwillig eine Nacht im beschaulichen Bristol verbracht. Aber he, das war’s wirklich wert!

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