Alle Beiträge zu „Fashion”

Neuer Showroom von MADAMES WITH A MISSION – mit Gastkollektion von ruins of modernity

Erst ein Jahr alt ist das Wiener Modelabel MADAMES WITH A MISSION von Susanne Kreuzberger und Elisa Kramer-Asperger und beim Schreiben diese Artikels ist deren Showroom in der Wiener Barnabitengasse 6, in der Nähe der Mariahilfer Straße gerade einmal ein Tag alt.

Das Motto des Labels ist in großen Lettern an der Wand präsent: Keep it simple und sophisticated – kurz: Kiss! Und dasselbe zeigt sich erfreulicherweise nicht nur in den einfachen Schnitten sondern auch anhand hochwertiger Materialien und nachhaltiger Produktion in einem sozialökonomischen Betrieb sowie auf eigener Strickmaschine.

Gastdesignerinnen und -designer, die sich ebenso diesem Motto verschrieben haben, werden zusätzlich in den neuen Räumlichkeiten präsentiert: Den Auftakt macht die Designerin Maria Steiner mit ihrem von mir überaus geschätzten Label ruins of modernity sowie ausgewählten Stücken ihrer aktuellen Herbst/Winter-Kollektion „biedermeier me!“.

Inspiriert wurden die Designerinnen von MADAMES WITH A MISSION für ihre Entwürfe von Liedertexten – so wird auch jedes einzelne Design nach einem Songtitel benannt – insbesondere vom U2 Song „Dancing Barefoot“ und dieser kann repräsentativ für das Thema der aktuellen Herbst/Winter-Kollektion 2011/12 „Body Tensions“ gesehen werden:

..here I go and I don’t know why, I spin so ceaselessly,
‚til I lose my sense of gravity…

Eine weitere Inspirationsquelle der beiden graduierten Theaterwissenschafterinnen war die Tänzerin und Choreographin Rosalia Chladek (1905-1995). Der von ihr geprägte Begriff der „Durchlässigkeit des Körpers“ wird hinsichtlich einer Mode, in der Körper und Kleidung mittels Bewegung eine Synthese bilden, gedeutet. Jede Trägerin beeinflusst das von ihr getragene Kleidungsstück, von ihr wird es erst zum Leben erweckt. Und die Modelle von MADAMES WITH A MISSION wollen ganz besonders auf die vielseitigen Trageweisen ein und desselben Stückes hinweisen und wie dieses unterschiedlich sowie individuell interpretiert und kombiniert werden kann. Dementsprechend wird also mit Formen gespielt und Herkömmliches durch Asymmetrie und verschobene Proportionen ersetzt.

Hier nun der Blick in den neuen Showroom:

Die Modelle von ruins of modernity

Showroom des Wiener Modelabels MADAMES WITH A MISSION
Adresse: Barnabitengasse 6, 1060 Wien
Öffnungszeiten: Do, Fr 13-19 Uhr, Sa 11-18 Uhr

Präsentation der Diesel Frühling/Sommerkollektion 2012 für Männlein und Weiblein

Hinab in die Tiefen und zu den Katakomben des Wiener Clubs Elysium führte am gestrigen Abend die Präsentation der Frühling/Sommerkollektion 2012 von Diesel sowie der Diesel Black Gold Kollektion und eine bessere Location hätte man wohl kaum erwählen können. Unter schweren Mauerbögen, platzierten sich die Models in Damen- und Herrenkollektion gewandet in diversen, liebevoll erstellten Schauplätzen, bei denen jedes Vintage- als auch Hipster-Herz aufblühte. Und dementsprechend orientierte sich ebenso ein Großteil der Kollektionen an der derzeit vorherrschenden Nostalgie-Strömung und bediente sich großzügig an vergangenen Jahrzehnten:

Kann mir jemand erklären, welche tiefere Bedeutung die Anführungszeichen beim „Verlassen“ haben? Sprechen die etwa von einer fünften Dimension und wir alle haben die Veranstaltung in Wirklichkeit nie verlassen?

Gabrielle Greiss Sommerkollektion 2012

Gabrielle Greiss verließ 2009 ihren Job als Creative Director bei Sonia Rykiel, um nun ihre eigene erste Sommerkollektion, welche zwanzig luftig-simple Kleider umfasst, vorzustellen. Um einiges entspannter, gelassender, wenn nicht gar ruhiger zeigen sich diese neuen Entwürfe, für die die Photographien von Corinne Day, tschechische Nouvelle Vague Filme sowie Tänzerinnen die Inspiration bildeten:

Info + Bilder: Style.com; via: The Trendy Girl

Heute startet die Modezone in Linz

Hoffentlich nicht nur auf eine bestimmte Zone beschränkt, sondern auch die gesamte oberösterreichische Hauptstadt beeinflussend, startet heute die Modezone im Lentos Kunstmuseum Linz.

Von 11. bis 13. November 2011 präsentieren hierin 45 Jung-Designerinnen und Designer aus dem In- und Ausland ihre aktuellen Kollektionen, Accessoires und neue Produktdesigns dem Publikum.

Die Vielfalt an Materialien, Techniken und künstlerischer Inszenierungen sollen die Möglichkeiten von Mode und Design aufzeigen. Die Besucherinnen und Besucher können Tragbares und Gewagtes, Verspieltes und Strenges, Nachhaltiges, Ungewöhnliches und vor allem Neues entdecken.

Man darf sich also auf das folgende Programm freuen:

Freitag, 11.11.2011
18:00 Uhr: Eröffnung Modemesse
19:30 Uhr: Eröffnung/ Modeschau in der Sammlung
(Es sind keine Platzkarten mehr für die Modenschau erhältlich. Diese wird jedoch in die Räumlichkeiten der Modemesse übertragen.)
22:00 Uhr: After Show Party im Hotel+Loft Landgraf
(DJ BMC & Dunja, Wien)

Samstag, 12.11.2011
10:00 – 20:00 Uhr: Modemesse/ MODEZONELounge
18:00 Uhr: Blitzlichtführung: Mode in der Sammlung

Sonntag, 13.11.2011
10:00 – 18:00 Uhr: Modemesse/ MODEZONELounge
11:00 Uhr: Blitzlichtführung: Mode in der Sammlung
16:00 Uhr: Führung durch die Ausstellung MARKUS SCHINWALD

Weitere Infos: www.modezone.at

Bilder: FRÖHLICH – Foto: Ursula Schmitz, r! by dominique raffa – Foto: Patrick Sowa, Etna Maar – Foto: Goran Matijasec

Da lacht sogar das Preisschild – WE BANDITS-PopUp-Store noch bis 30.10. im Wiener WUK

Es sollte mehr Läden dieser Art geben: Verspielter Schmuck, fantastische Accessoires, entspannte Kleidung, liebevoll und dennoch schlicht aufbereitete Location, gute Musik, charmante Insassen, bequeme Sitzgelegenheiten und Getränke sowie Naschereien zum Nochlängerdarinaushalten. Merkt man mir etwa an, dass ich vom WE BANDITS-PopUp-Store begeistert war? Bis zum 30.10.2011 gastiert dieser noch im Wiener WUK (13 – 22.00 Uhr), dann darf man gespannt sein, wann und wo er wieder aufpoppt – von meiner Seite eine absolute Empfehlung: Hingehen!

Zu mir mit nach Hause gefunden haben die folgenden Schätze:

Und wenn Ihr ebenso ein ausgefallenes Schmuckstück aus deren Portfolio Euer eigen nennen wollt, dann beteiligt Euch an meinem Gewinnspiel: Gewinnspiel: Wecker-Ring aus dem WE BANDITS-PopUp-Store

Hut-Probier-Session bei Mühlbauer

Das Traditionsunternehmen Mühlbauer darf sich durchaus auf seine Fahnen schreiben, den Sprung in die Moderne geschafft zu haben ohne seine Wurzeln zu verleugnen. Nicht nur designtechnisch ist dies der Fall, man bewegt sich nun auch in Richtung Neue Medien. Und daher lud man gestern einige Bloggerinnen und Blogger zur Führung durch deren Werkstätte (was ich zu meinem größten Bedauern verpasste) sowie zum Begutachten, Begreifen und Aufsetzen der aktuellen Kopfbedeckungs-Modelle in deren Laden in der Seilergasse 10 in Wien. Unter professioneller Anleitung von Klaus Mühlbauer und Anna Heuberger nahmen wir mit Filz, Stoff, Strick, Webpelz und Co Kontakt auf und ich persönlich habe mich frisch verliebt in das Modell Stella – einem simplen Haarreifen mit wunderbarem Federwerk als stilvollem Stirnfransenersatz:

Vicky

Maria und Anna

Maria meets The Muppets

Isabella

Klaus Mühlbauer

Hüte probiert haben:

Bikinis & Passports
Colazione A Roma
eloquent

A glorious mess
hpunktanna
Panda Fuck
Pixi mit Milch
Repeatoire
Stylekingdom

Bild Nummer 3 stammt von der Mühlbauer-Facebookseite: facebook.com/hutmuehlbauer

Ruins of Modernity – Frühling-/Sommerkollektion 2012: the big nothing

Eines der Labels, auf welches ich mich bei der diesjährigen und von mir leider verpassten MQ VIENNA FASHION WEEK besonders gefreut hätte, war – und ist – Ruins of Modernity von Maria Steiner. Aber so stimmungsvolle Bilder hätte ich vom Laufsteg ohnehin nie einfangen können, wie es nun auf der Facebook-Seite der Designerin zur Frühling-/Sommerkollektion 2012: „the big nothing“ zu begutachten gibt. Der Selbstdefinition „between concept and reduction – elegant and sophisticated fashion for women“ kann ich nur beistimmen und beseufze bis meine Ruins of Modernity-Jacke im Kleiderkasten vielleicht einmal entsprechende Gesellschaft bekommt, virtuell die schlichten Schönheiten:

Bilder: Verena Mandragora Ritzengruber/WurzelWerke.com

Definitely not out of proportion

Qualitativ hochwertig, schlicht und meist einfärbig – so definiert sich das deutsche Label Proportion. Und ich stimme dem zu, möchte aber darüber hinaus noch ergänzen, wie überaus erfreulich ich die zugehörigen Preise finde. Also wird vielleicht doch dereinst die wunderbare Schluppenbluse „Ingeborg“ oder die auch verkehrt zu tragende Jacke „Roberta“ Einzug in meinen Kleiderschrank feiern:

Das war das FashionCamp Vienna 2011

Vergangenen Samstag war es nun endlich soweit und das von mir – und wahrscheinlich einigen anderen Online-SympathisantInnen – freudig erwartete FashionCamp ging über die Bühne. Eine bessere Location als The Hub hätte man hierfür wohl kaum finden können, wartete dieses abgesehen von der perfekten Ausstattung doch ebenso mit einer unglaublich charmanten und verspielten Einrichtung auf.

Aber die dutzenden Bloggerinnen, Modeschaffenden und Modebegeisterten aus dem In- und Ausland hatten sich ja nicht nur zum Schaukeln versammelt, sondern zum gegenseitigen Kennenlernen, Diskutieren und Vorträgen lauschen.

Session 1: Copyright
Eingeleitet wurde der Tag von Susanne Liechtenecker (Eloquent) und Dr. Axel Anderl, seines Zeichens Rechtsanwalt mit Spezialisierung auf IT-, Urheber-, Medien- sowie Markenrecht, welcher einen klaren Einblick darüber gab, was beim Publizieren im Internet zu beachten ist.

Das Internet ist kein Selbstbedienungsladen: Sämtliche Bilder unterliegen dem Urheberrecht und eine Nichtbeachtung desselben kann teuer werden beziehungsweise sogar eine Strafandrohung nach sich ziehen. Deswegen sollten vor Veröffentlichung sämtliche Bildrechte abgeklärt und optimalerweise schriftlich vorhanden sein – denn mündliche Übereinkunften können ja durchaus der Vergesslichkeit anheim fallen und lassen sich im Nachhinein schwer beweisen. Simple Verlinkungen auf die Quelle genügen leider nicht, auch wenn selbst das bisweilen für viele schon zu aufwändig erscheint…

Eine Freigabe für eine Veröffentlichung schließt darüber hinaus noch kein Bearbeitungsrecht ein – um ein Bild zu verändern, muss eine eigene Einverständniserklärung eingeholt werden.

Ebenso muss der Persönlichkeitsschutz beachtet werden – schließlich liegen die Rechte eines Bildes nicht immer nur allein bei der oder dem Fotografierenden, sondern auch bei den abgebildeten Personen. Wird jedoch ein Foto im öffentlichen Raum geschossen, darauf ist keine kompromittierende Situation ersichtlich und der Text, den man dazu verfasst, ist nicht beleidigend, sollte einer Publikation nichts im Wege stehen.

Wenn nun tatsächlich ein Brief vom Anwalt ins Haus flattert, gilt es zunächst abzuklären, ob man die Rechte wirklich nicht innehat und stets höflich und sachlich sowie mit Fingerspitzengefühl zu reagieren. Idealerweise holt man sich im Vorfeld juristischen Beistand und sollten die nötigen Lizenzen nicht vorhanden sein, erklärt man sich am Besten bereit, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben, die Bilder/Inhalte sofort offline zu nehmen (auch bei Facebook, Twitter, etc.) und hofft mit einem blauen Auge davongekommen zu sein und nicht gleich hohe Geldsummen überweisen zu müssen.

Wer sein YouTube-Video mit Musik unterlegen möchte, sollte sich genau überlegen, mit welchen Klängen: Denn auch hier sind Tantiemen zu zahlen – selbst, wenn man ein Lied einfach nur nachsingt.

Für private Blogs gilt die Impressumspflicht: Anzuführen sind der echte Name, Anschrift, Telefon oder Telefax, UID-Nummer wenn vorhanden, E-Mail sowie die grundlegende inhaltliche Richtung, wie beispielsweise „die Förderung der Anziehkultur in Österreich“. Benutzt man Services wie Google Analytics, Cookies oder den Facebook-Like-Button muss dies ebenso angeführt werden, denn hiermit werden Daten sämtlicher Besuchender gesammelt und verarbeitet.

Seit Beginn dieses Jahres gibt es in Österreich eine Steuer auf sämtliche Gewinnspiele. Dabei müssen  5% an Wert der ausgespielten Ware abgegeben werden. Allerdings wird dies zum Glück für die meisten Blogs nicht zum Tragen kommen, da wir in den meisten Fällen wohl unter die Bagatellgrenze von 500 Euro pro Gewinnspiel fallen werden.
Bei den Teilnahmebedingungen zu Gewinnspielen muss klar und transparent angegeben sein, wer daran wie teilnehmen kann.

Hat man über sein eigenes Blog Einkünfte, etwa über Advertorials oder Affiliate-Programme, müssen diese versteuert werden – bei Angestellten ab einer Zusatzverdienstgrenze von 730 Euro pro Jahr. Ausgaben können dann im Gegenzug ebenso abgesetzt werden, wie beispielsweise Serverkosten, Einkauf von Bildrechten und vieles mehr. Bedauerlicherweise lassen sich neu geshoppte Kleidungsstücke allerdings selbst für ModebloggerInnen nicht absetzen.

Session 2: Cybermobbing
Fortgesetzt wurde mit einer Diskussionsrunde, geleitet von Jasmin Arensmeier (Tea & Twigs) zum Thema Cybermobbing, Trolling und Flaming. Die meisten Menschen im Publikum waren BloggerInnen beziehungsweise publizieren ihre Inhalte auf anderen Kanälen online. Und bis auf zwei glückliche Anwesende, hatten alle bereits Kontakt mit Menschen, die die Grenze zwischen freier Meinungsäußerung und Beleidigung beziehungsweise Kritik und Hass nicht wirklich ziehen können. Dieses Phänomen der ausgelebten Bösartigkeit wird noch unterstützt durch die vermeintliche Anonymität der beleidigenden Kommentierenden. Auch wenn diese natürlich nicht wirklich gegeben ist – Stichwort IP-Adresse.

Ich persönlich hatte bisher das Glück – bis auf einen einzelnen verirrten Kommentar – von diesen seltsamen Wortspenden verschont zu bleiben. Wohl deswegen, weil ich selbst kaum auf Bildern in meinem Blog auftauche und die verbalen Untergriffe sich einfallsreicherweise fast immer auf das äußere Erscheingsbild reduzieren. Präsentiert man sich selbst, bietet man dementsprechend mehr Angriffsfläche.

Die trollende Einzelerscheinung auf meinem Blog habe ich belustigt gelöscht. Die Meinung darüber, ob dies der beste Weg war, war innerhalb der Diskutierenden gespalten: So kam die Wortspende, dass schon vorhandene, beleidigende Kommentare erst Tür und Tor öffnen und andere sich dann ebenso bemüßigt fühlen. Im Gegenzug jedoch könnten diejenigen, die gelöscht werden, aber umso mehr aufgestachelt werden, nun noch massiver zu kommentieren. Absolut einig war man sich aber über Folgendes: Diese Damen und Herren sind keiner Antwort oder Wortspende wert, sondern einfach nur zu ignorieren.

Session 3: From Blog to Brand
„Was braucht es, um vom Blog zu einer Marke zu werden? Ist dies das maßgebliche Ziel für etablierte BloggerInnen?“ wollten Lukas und Stefan von Stylish Kids In Riot die deutschen Modebloggerinnen Anna Frost alias Daniela Send (fashionpuppe.com) und Kathrin Wittich (kathrynsky) fragen. Haben Sie dann bedauerlicherweise nicht wirklich gemacht, aber man konnte dennoch einiges Wissenswertes aus der Podiumsdiskussion mitnehmen. Denn schließlich veröffentlichen die beiden bereits seit 2007 bezahlte Postings auf ihren Blogs und Frau Frost kann mittlerweise sogar von ihren diversen Online-Einkünften leben. Begonnen hat sie diese Selbstständigkeit mit starker Eigeninitiative und ging von sich aus auf Agenturen mit Ideen für eventuelle Kooperationen zu. Heute hat sich dieses Verhältnis gedreht aber dennoch nimmt sie nur Angebote an, mit denen sie sich identifiziert um für ihre zahlreichen Leserinnen und Leser  authentisch zu bleiben.

Kathrin gibt den Rat, sich „bewusst zu machen, was Dein Blog kann“ und empfiehlt Professionalität auf beiden Seiten: Blogs als auch eventuelle Werbekunden und Marketing-Agenturen. Nur so kann eine zielführende Begegnung auf Augenhöhe herauskommen, wovon alle profitieren. Auf Blogseite hieße dies: Professionalität in Gestaltung, Content und Verhalten.

In den meisten Fällen aber werden sich Blogs wohl nicht zu eigenen Brands entwickeln, dafür jedoch oftmals – wie ich aus eigener Erfahrung weiß – den Schritt in ein neues Berufsleben ebnen.

Session 4: Unternehmen und ihr Umgang mit Social Media
Julia Basagic (fanfarella.at) interviewte Jette Farwick (Dealhunter für eBay), Sabine Kolby (The Fashion Squad für Humanic) und Heiko Hebig (Burda) zum Thema, was Unternehmen von BloggerInnen erwarten. Ich hätte mir zugegebenermaßen bei der Überschrift etwas anderes erwartet, da ich persönlich die Einstellung vertrete, Unternehmen möchten etwas von mir und nicht umgekehrt: Werbung, Verlinkung, meine Leserschaft – und diese gebe ich nur preis, wenn ich dem jeweiligen Produkt etwas Positives abgewinnen kann.

Aber ich erfahre immerhin aus dem Munde Heiko Hebigs die frohe Botschaft, dass man ab 100.000 Visits/Monat schon gut verdienen kann und hierzu am besten gleich mit einem Media Kit aufwarten soll, welches die Visits und/oder Unique User und nicht die Page Impressions sowie meine Zielgruppe beinhalten sollte.

Ein sehr sympathisches Bild vermittelt Dealhunter nicht nur online sondern auch in persona offline: Es gibt viele Kooperationen mit Blogs, eine etablierte Bloggerin sowie deren Wissen und Kontakte wurden an Bord geholt und es wird stets offen und ehrlich sowie auf einer sehr persönlichen Ebene kommuniziert – was will man mehr?

Session 5: Wien als Modestadt?
Daniel Kalt (Tageszeitung Die Presse und ParisVienne.com) spricht mit vier Wiener Modeveranstalterinnen über die Positionierung der heimischen Modeszene. Die Teilnehmerinnen sind Maria Oberfrank (MQ Vienna Fashion Week), Cloed Baumgartner (Modepalast), Marlene Agreiter (Kooperationsbörse) und Marjan Firouz (Vienna Awards).

Verstärkte Aufmerksamkeit für heimische Modeschaffende – das ist das erklärte Ziel aller Organisatorinnen, denn wie Daniel gleich zu Beginn zitiert: „Mode braucht Publikum“.

Darüber hinaus wünscht sich Cloed eine mögliche Produktion im Inland, denn in Österreich gibt es kaum mehr produzierendes Handwerk und die Möglichkeiten zur Ausbildung in modischen Bereichen verengen sich dank Schließungen von Studiengängen (siehe: Modeschule Hetzendorf stellt Bachelorstudium ein).
Marjan sieht vor allem Schwächen in den noch vorhandenen Ausbildunsmöglichkeiten: Hierin wird nicht das nötige wirtschaftliche Werkzeug mitgegeben und Kreative haben dementsprechend zu wenig Ahnung von PR sowie Marketing und werden daher ihre Kreationen nur schwer an ein breites Publikum heranführen können.

Die heimische Modeförderung läuft nun ebenso hauptsächlich über die Kunst- und Kulturschiene und landet laut Mark vom Label Mark & Julia oft nur bei Labels, die es ohnehin schon seit Jahren gibt und nicht bei JunggdesignerInnen, welche diesselbe vielleicht nötiger brauchen würden.

Maria ist der Überzeugung, je mehr Veranstaltungen es gibt, desto mehr Interesse und Publikum kann generiert werden. Und präsentiert daher eine schöne Aussicht auf das kommende Jahr: 2012 erwartet uns der „Summer of Fashion“ im Wiener Museumsquartier und sämtlichen darin befindlichen Einzelorganisationen, wobei österreichische Mode und Kunst über Ausstellungen und Veranstaltungen auch ins Ausland transportiert werden sollen.

Auf eine Denkanregung von Moriz Pfiffl aus dem Publikum, vielleicht einmal alle miteinander zu agieren für noch stärker gebündelte Aufmerksamkeit, wurde leider nicht eingegangen.

Und wer bis hier lese-technisch durchgehalten hat, wird zum Abschluss mit ein paar weiteren Impressionen belohnt:

miamiri – Herbst/Winterkollektion 2011

Schlicht und doch verspielt – eine Kombination, die fast immer mein Interesse erregt. So auch bei der Herbst/Winterkollektion 2011 des deutschen Labels miamiri der Designerin Isabelle Ko. Dessen übersichtliche Farbpalette aus Dunkelblau, Rot und Schwarz trifft auf weiße Details, gekonnten Faltenwurf sowie geometrische Elemente:

Besonders sympathisch ist mir darüber hinaus, dass das Modell hierfür oftmals in Strumpfhose und ohne Schuhe, dafür jedoch auf Zehenspitzen abgelichtet wurde. Denn ich laufe zu Hause, wenn ich nicht gerade in meinen Hausschuhen herumschlapfe, ebenso und meist völlig unbewusst auf den Zehen herum – eventuell ein Überbleibsel aus meiner längst vergangenen „Ballett-Karriere“?

via: Oh Joy!